Fahrbereitschaft für zukünftige Europaabgeordnete

16. Mai 2014 at 11:10

Europa wählt rechtsNix mehr mit Autofahren und Lesen in Berlin…

Die Angst vor rechten Parteien mischt Europa ganz schön auf. Fast täglich gibt es kleine Meldungen, mit welchen „Maßnahmen“ man hier in Deutschland die Vertreter „radikaler“ Parteien, die nach dem Wegfall der Drei-Prozent-Hürde ins Europaparlament gewählt zu werden drohen, in ihren Rechten und in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken könnte.

Es genügt also nicht, daß man die Vertreter der Parteien nicht grüßt oder sich weigert, mit Ihnen an einem Tisch zu sitzen, oder – wie es beispielsweise mir bei der Bundespräsidentenwahl 2012 widerfahren ist – daß anscheinend grenzdebile oder mit einem kleinen Aussetzer beglückte Grüne-Wahlfrauen während einer kurzen Abwesenheit im Plenarsaal des Reichstags die Stühle der NPD-Wahlmänner und des „Kandidaten der Herzen“ umdrehten, damit die Sitzfläche ostentativ nach draußen zeige („Wir sollen leider draußen bleiben!“, sowas gibt’s ja bei jedem Metzger). Saaldiener informierten mich pflichtgemäß allerdings sofort über den „Vorfall“ und nannten mir die Namen dieser tapferen Wichtel mit dem Hinweis, ich könne diese unter Angabe der Zeugen anzeigen. Ich dachte aber, es wäre einfacher, die Stühle umzudrehen und diese peinliche Angelegenheit damit bewenden zu lassen.

Unsere Qualitätsmedien

5. Mai 2014 at 14:32

roseEs überrascht nicht wirklich, daß man als Kandidat der NPD im weitestgehend anonymisierten Internet auf Facebook oder anderen Seiten von besonders mutigen Zeitgenossen, die ihre Zivilcourage mit Alkohol oder Rauschkraut befeuert zu haben scheinen, wenig schmeichelhafte Beleidigungen zugeschickt bekommt, falsche Anschuldigungen und Behauptungen, rüde Ausfälle, interessante Verwünschungen und viele andere Neckereien. Man sieht, daß die gleichgeschaltete Presse -bundesweit und über die Grenzen hinaus – ganze Arbeit geleistet hat und bei so manchen Zeitgenossen eine vollkommene mentale Dekonstruktion bewirken konnte.

Was hingegen doch so ein bißchen verwundert, ist, daß auch die sogenannten Qualitäts-Printmedien den Pfad der Tugend verlassen und – wenn sie schon berichten (müssen) – sich dem Niveau der freien Mitarbeiter kleiner Lokal-Postillen anpassen.

Silvio Berlusconi, unser Lieblingsfreier

1. Mai 2014 at 9:41

NPDS_051Silvio Berlusconi, der schmerzfreie Altmeister hat wieder zugeschlagen. Nein, er hat sich diesmal keine frühreifen minderjährigen Hobbyprostituierten von seinen schmierigen Capos zuführen lassen, er hat auch in dem Mailänder Altenheim, in dem er seine Sozialstunden abreißen muss, keine alten Omas unsittlich betatscht, er, hat endlich zu seiner alten Form als Wahlkämpfer zurückgefunden. Der enge Verbündete von Angela Merkels CDU im Europaparlament hat ein Gespür dafür, wie sich in Italien gegenwärtig am meisten Stimmen einfangen lassen. Nicht etwa durch Verweis auf eigene Unfähigkeit oder Untätigkeit, auf veraltete wirtschaftliche und fiskalische Strukturen, auf südliche Landesteile, die noch nicht im industriellen Zeitalter angekommen sind, sondern durch den ostentativen Fingerzeig auf den Hauptschuldigen sämtlicher Miseren in der Welt: den Deutschen und insbesondere den deutschen Nationalsozialismus, der angeblich noch längst nicht aufgearbeitet worden ist, obwohl wir langsam den Eindruck haben, dass man in Deutschland über nichts anderes mehr spricht.