Briefantwort bezüglich Christopher Street Day

27. November 2013 at 0:39

Prospektierter Christopher Street Day vom 22.6.2013 in Pirna

Ihr Schreiben vom 18.6.2013

 

Sehr geehrte Frau A.,

bitte sehen Sie mir nach, dass ich Ihr auch an die Pirnaer Stadträte gerichtetes Schreiben erst jetzt beantworte. Neben Hochwasser und Urlaubszeit gab es dafür noch weitere, persönliche Gründe.

Ich sprach bereits in der letzten Stadtratssitzung im Juli Herrn Oberbürgermeister Hanke auf Ihr Schreiben an und fragte ihn, ob er beabsichtige, es zu beantworten, und wenn ja, mit welchem Tenor. Er bejahte die Frage und umriss seine angekündigte Erwiderung ungefähr mit dem Inhalt, den dann auch sein Schreiben an Sie vom 25. Juni 2013 enthielt.

Mir fiel Ihr Schreiben heute mitsamt der kommunalen Erwiderung bei der Vorbereitung der kommenden Stadtratssitzung am 24.9.2013 wieder in die Hände. Da ich Ihren Brief angesichts der herrschenden „politischen Korrektheit“ für ebenso mutig halte wie das Antwortschreiben des Stadtoberhauptes für dürftig und entlarvend, möchte ich Ihnen ebenfalls antworten, nicht zuletzt auch deswegen, da ich annehme, dass die anderen Stadträte sich einer Erwiderung versagt haben (Ich lasse mich natürlich diesbezüglich gerne eines Besseren belehren).

Es ist aus meiner Sicht deprimierend, mit welch subtilem Druck seit der „Wende“ auch in Mitteldeutschland jede gedankliche Regung, die ein gesundes und natürliches, auf jahrhundertelang tradierten Erfahrungen basierendes politisches, soziales, geschlechtliches und selbstverständlich auch heimatverbundenes Lebensgefühl ausdrückt, unterminiert, lächerlich gemacht und als „altmodisch“, „intolerant“ oder am besten gleich als „faschistisch“ anprangert werden kann. Dass eine solch destruktive Grundtendenz sich schleichend durchzusetzen vermag, ist umso unerklärlicher, als dass sich die schweigende Mehrheit, aus meiner Sicht gut 90 % der Deutschen, anscheinend nicht gegen den induzierten Irrsinn weniger links/grüner Umerziehungsfanatiker zur Wehr setzen kann.

Diese lebensfeindliche Traditionszertrümmerung nationaler Identitäten, die Ablehnung des eigenen Volkes als Abstammungs- und Schicksalsgemeinschaft wie auch der gewachsenen Familienstrukturen, ja aller organisch gewachsenen menschlichen Bindungen wird Deutschland schneller und radikaler zerstören als der 30jährige Krieg, díe zwei Weltkriege und der Sozialismus in der DDR.

Die Propagierung geschlechtsneutraler, androgyner „Menschen“, die Förderung einer geschlechtsneutralen Erziehung und einer bereits frühkindlichen Sexualisierung (ich verweise nicht ohne Grund auf die pädophilen Verstrickungen von Grünen wie Cohn-Bendit, Beck und Trittin und dergleichen mehr), die Negation biologischer Geschlechter, die Quotendiktatur und der Unisex sind nichts anderes als der Versuch, einen geschlechtsneutralen Einheitsmenschen als gleichgeschaltete Masse aus Konsumenten („Verbrauchern“, nicht Bürgern) heranzuziehen, eine Art Esperantowesen ohne eigenes kulturelles, sprachliches und identitäres Bewusstsein.

Selbst in mittelgroßen Städten wie im schönen Pirna werden den Bewohnern jetzt grellbunte und halbpornographische, schwul-lesbische Paraden aufgenötigt (Christopher Street Day), die aus den USA über die Metropolen Berlin, Köln und Dresden Einzug gehalten haben und sich jetzt bis in die kleinste Gemeinwesen verästeln sollen. Damit der normale Bürger wie Sie, Frau A., keine öffentliche Empörung zu zeigen wagt, firmiert dieser Firlefanz unter dem Begriff „Toleranz“, denn wer möchte schon gerne intolerant sein? Man verwendet dabei gerne Fremdworte wie Toleranz oder Multikulturalität, die angenehm und gebildet klingen, deren eigentliche Bedeutung sich aber den meisten Menschen nicht erschließt. Toleranz kommt von dem lateinischen Verb „tolerare“ und bedeutet auf Deutsch dreierlei: „erleiden, ertragen, erdulden“ – ist also negativ und beschreibt einen Zustand des Leidens und der Bedrückung, nicht etwa der Beglückung. Und um diesen Demonstrationen wie dem Christopher Street Day noch mehr offiziöses Gewicht zu verleihen, werden diese Paraden von schwulen (Berlin, Klaus Wowereit, SPD, „Und das ist gut so“) oder lesbischen (Dresden, CDU, Helma Orosz) Bürgermeistern und anderen „Würdenträgern“ mit ihrer Schirmherrschaft beglückt.

Ja, es ist traurig, dass die Stadtverwaltung Pirna jetzt auch glaubt, ihren Bürgern dieses Schauspiel aufnötigen zu müssen. Noch trauriger ist es, wenn ein ansonsten überaus vernünftiger, mit beiden Beinen im Leben stehender, witziger und ziemlich souverän agierender Oberbürgermeister wie Hans-Peter Hanke so weit gebracht werden kann, diesen unappetitlichen Irrsinn als Ausdruck der Gleichberechtigung und Akzeptanz verschiedener Lebensweisen darzustellen und zu verteidigen. Ich meine, dass dieses Beispiel zeigt, wie weit auch in einem angeblich freiheitlichen Rechtsstaat erzwungene Denknormierungen führen können, denn selbstverständlich weiß man in diesen Funktionen und Ämtern, was für ein Kesseltreiben linke Parteien und die Presse veranstalten würden, wollte man sich solchen Zumutungen widersetzen.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, Frau A.. Ich rede hier keineswegs einer „Homophobie“ das Wort, ich mache homosexuelle Menschen weder verächtlich noch habe ich gegen ihre Lebensweise etwas einzuwenden. Biologische Veranlagungen kann man nicht verändern, man muss sie – mit Ausnahme natürlich der Pädophilie und anderer sexueller Aberrationen – straffrei ausüben dürfen. Ich selbst habe eine ganze Reihe von Homosexuellen auf Universitäten und im Berufsleben kennengelernt und sie vielfach als höchst kultiviert und gebildet wahrgenommen. Allerdings haben diese Personen ihre Sexualität auch als Privatsache betrachtet und mich und die Kollegen nicht mit kostümierten Tuntenparaden und Zwangsablegungen von Toleranzbekenntnissen belästigt.

Sehr geehrte Frau A.: Lassen Sie sich in Ihrer Haltung nicht verunsichern, nicht durch gestelzte Briefe aus Stadtverwaltungen, nicht durch scheele Blicke von Gutmenschen. Sie sind die schweigende Mehrheit, Sie sind die Personifizierung der Normalität und Vernunft.

Ich stelle Ihnen dieses Schreiben erst nach der Bundestagswahl zu, damit Sie nicht den Eindruck haben, ich würde es aus wahltaktischen Erwägungen heraus verfasst haben. Ich halte es schlicht und einfach für notwendig, diesen Standpunkt einmal zu formulieren.

Ich bedanke mich für Ihren Mut und verbleibe

Dr. Olaf Rose

Stadtrat der NPD