Höchststand an russischen Asylanten – Russen?!

16. Januar 2014 at 18:16

NPDS_051Dieser Tage wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg die neuen Zahlen von 2013 vorgestellt. Sie waren nicht überraschend. Mit 109.580 Erstanträgen und weiteren Folgeanträgen wurden insgesamt 127.023 Asylanträge im vergangenen Jahr entgegengenommen, bei den Erstanträgen ein Zuwachs von 70 % zum Jahre 2012 und die höchste Zahl seit 1995.

Interessant sind wie in jedem Jahr die Asyl-Spitzenreiter, also die Staaten, aus denen am meisten Asylbegehrende den Weg über sichere Drittstaaten nach Deutschland gefunden haben. Dieses Jahr führt die Russische Föderation mit 14.887 Erstanträgen die „top ten“ mit Abstand an, das ist ein Zuwachs von fast 80 %, und viele Deutsche begehen einen großen Irrtum, wenn sie glauben, daß jetzt erneut eine „russische Dampfwalze“ auf Deutschland zurollt.

Rußland ist auch nach der Abtrennung der 15 ehemaligen Unionsrepubliken der Sowjetunion immer noch ein Vielvölkerstaat, in dem Dutzende kleine Völker und auch Ethnien im Kaukasus, in Sibirien, aber auch mitten an der Wolga in Kasan die Tataren, leben. Im Kaukasus ist die Lage besonders unübersichtlich. Auf weniger als 2 % der Staatsfläche entfielen in den Jahren nach der Auflösung der UdSSR über 20 % der teilweise kriegerischen Nationalitätenkonflikte.

Die mit weitem Abstand blutigsten waren die Kriege um die Unabhängigkeit Tschetscheniens. Wie viele andere moslemische Völker wurden auch die Tschetschenen und Inguschen erst nach mehreren Jahrhunderten vollständig unterworfen und dem russischen Staatskörper einverleibt. 1991 bekannte man sich im Postkommunismus wieder offiziell zum Islam und seitdem nimmt der Einfluß arabischer und anderer muslimischer Kreise massiv zu. Die blutigen Unabhängigkeitsbestrebungen, verbunden mit zahlreichen Terroranschlägen, hat die russische Armee nicht weniger blutig und grausam unterdrückt.

Tschetschenien galt auch in den letzten Jahrzehnten der Sowjetunion als das Gebiet mit den gefährlichsten Verbrechens- und Mafiaorganisationen. Es gelang selbst dem KGB nicht, in die Strukturen der organisierten tschetschenischen Kriminalität einzudringen, die zudem von besonderer Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit gekennzeichnet waren. Für mich, der in den achtziger Jahren mehrere Dutzend Mal die Sowjetunion dienstlich und touristisch besuchte und den gewaltigen Apparat an Militärs, Polizei und Geheimdienst wahrnahm, war es kaum vorstellbar, daß dieser machtstrotzende Apparat ganze Stadtteile nicht unter Kontrolle haben sollte. Auch heute  erschüttern immer wieder schwere Terroranschläge Moskau, andere russische Städte, so erst kürzlich Wolgograd. Sotschi ist mit der bald dort stattfindenden Olympiade seit Jahren vorbereitetes Ziel von Bombenattentaten, die weltweit Aufsehen erregen könnten.

Seit letztem Jahr hat sich nun in Tschetschenien scheinbar ein Gerücht breit gemacht, demzufolge man in Deutschland Angehörige dieses Volkes mit offenen Armen aufnähme. Seitdem fahren täglich ganze Straßenzüge, ja bisweilen Dörfer mit Bussen bevorzugt nach Weißrussland, nach Brest-Litowsk, um dort illegal über die weißrussisch-polnische Grenze nach Polen zu gelangen. Obwohl sie dort in Polen als einem Schengen-Land einen Asylantrag stellen müßten, drücken sowohl die weißrussischen Zöllner, die froh sind, die Tschetschenen loszuwerden, ein Auge zu wie auch die polnischen Behörden, die Teile von ihnen abfangen und zurückschicken und keine Anstalten machen, diejenigen, die weiterziehen wollen nach Deutschland, in kontrollierten Erstaufnahmelagern festzuhalten. Und so kommen täglich ganze Großfamilien über die polnisch-deutsche Grenze und beantragen in vielen Fällen zum zweiten Mal, diesmal im Wirtschaftswunderland Asyl. Den deutschen Behörden sind natürlich die flagranten Verletzungen des Schengener Abkommens durch unsere „polnischen Freunde“ bekannt, aber unternehmen kann oder will man anscheinend nichts.

Ganz anders verhält es sich mit Rußland und Weißrußland. Hier beginnt sich das publizistische und politische Trommelfeuer gegen die angeblich undemokratischen Verhältnisse langsam zu rächen. Sowohl Präsident Putin als auch Präsident Lukaschenko haben kein Problem damit, wenn die auffälligen Bergbewohner Tschetscheniens ihre Zelte abbrechen und nach Deutschland auswandern: im Gegenteil, ein Problem weniger und ein Riesenproblem mehr für Deutschland. Präsident Lukaschenko hat demonstrativ die Zahl der Grenzbeamten reduziert, damit der illegale Übertritt nach Polen erleichtert wird. Und da man ja hier vollmundig über die Unrechtsstaaten Russland und Weißrussland herzieht, kann der deutsche Staat ja schlecht die diesen Unrechtsregimen Entflohenen zurückschicken, wie dies bei anderen Wellen in den letzten beiden Jahren einfach gemacht wurde, man denke an die Busladungen mit mazedonischen „Roma“, die im letzten Jahr ihre 200 € erhielten und dann schnell wieder aus Sachsen abgeschoben wurden. Dennoch kommen, diesmal aus Serbien, die drittmeisten Anträge, gefolgt erneut von Afghanistan und Mazedonien und dem Irak. Hausgemachter „Sozialtourismus“ bzw. durch eine völlig verfehlte Außen- und Sicherheitspolitik zur Flucht gezwungene große Gruppe von afghanischen und anderen Moslems, die wegen der Unterstützung geradezu verbrecherischer bundesdeutscher Streitkräfteeinsätze nun hier auf dem Asylteppich aufschlagen.

Ein weiteres Paradoxon: Selbstverständlich wissen die Behörden in 90 % der Fälle ganz genau, ob es sich bei den Bürgern Rußlands um Russen oder andere Nationalitäten handelt, genauso bei den Bulgaren oder Rumänen, hinter denen sich zahllose Roma verbergen. Aber, so offiziell verlautbart, man führt darüber keine Statistik. Genauso wenig wiemane bei in Deutschland begangenen Verbrechen eine Statistik der Herkunft der Täter führt, obwohl jeder einfache Streifenpolizist dies auf Anfrage hinter vorgehaltener Hand gerne erklärt. Und genau dieses Verhalten führt dann zu massiven Spekulationen, die vielleicht über das Ziel hinaus schießen, auf keinen Fall aber so genannte „Vorurteile“ abbauen, sondern diese im Gegenteil massiv bestärken.

Zurück zum Thema. Am meisten Spaß werden die Deutschen und ihre Behörden allerdings mit den Tschetschenen bekommen. Hier in Deutschland kann man in Seelenruhe, weitestgehend unbeobachtet vom russischen FSB (dem russischen Inlandsnachfolger des KGB), mafiöse Strukturen aufbauen, Geld eintreiben, Anschläge vorbereiten und die Familien bequem aushalten lassen. Ihr Ruf und ihr Verhalten eilen ihnen bereits voraus. In der sächsischen erst Aufnahmestelle für Asylanten in Chemnitz waren seit ihrer Ankunft fast täglich Polizeieinsätze nötig, in der Spitze mit weit über 100 Beamten, wenn es galt, zwischen den moslemischen Tschetschenen und moslemischen Tunesiern und anderen Nordafrikanern Gewalteruptionen und Messerstechereien zu unterbinden, vor allem aber das deutsche Personal zu schützen. Und in Schneeberg, wo 250 von ihnen in eine kurz zuvor vollständig für etwa 35 Millionen € renovierte Bundeswehrkaserne übersiedelt sind, merken Händler, daß insbesondere Männer auch mal gerne ohne Geld einkaufen gehen. Man nimmt sich die Ware, schaut deren Noch-Eigentümern gütig und vertrauensvoll in die Augen und zieht seiner Wege. Anzeigen werden kaum noch erstattet, denn vor den Racheakten kann kein Polizist die Einzelhändler schützen… Deutschland 2014!