Warum Rußland?

6. Januar 2014 at 17:30

Die Rückgewinnung der eigenen Handlungsfreiheit ist für Deutschland nicht nur wichtig, sondern überlebensnotwendig. Durch den medialen und politischen Vernichtungsfeldzug sämtlicher Systemparteien gegen die NPD ist es den patriotischen Kräften in Deutschland zur Zeit unmöglich, aus eigener Kraft die Verhältnisse in Richtung Normalität zurückzudrehen. Die Gewinnung ausländischer Unterstützung ist deswegen unverzichtbar.

Großadmiral Dönitz hat sich vor der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht folgende hellsichtige Frage gestellt: „Wer garantiert dafür, daß in 100 Jahren noch ein deutsches Volk existiert? Daß nicht ganze Schichten vernichtet oder verpflanzt sind, daß nicht durch planvolle Zersetzung und Überwucherung ein internationales, proletarisches Gemisch entstanden ist, daß die Bezeichnung ‚deutsch‘ nicht mehr verdient?“
Damals ging die Bedrohung aus seiner Sicht in erster Linie von der UdSSR aus. Heute sind die Verhältnisse genau umgekehrt. Rußland ist insbesondere unter der Ägide Putin die einzige wieder erstarkte Großmacht, die als Bündnispartner das Schicksal zu wenden vermag. Die NPD darf daher nicht nur Kontakt mit rechten Splitterparteien in Rußland aufnehmen, sie muß Kanäle aufspüren, durch die sie der russischen Regierung die Übereinstimmung der meisten unserer politischen Grundsätze über die Grenzen hinweg unterbreiten kann.

Am 19. September hat Präsident Putin auf dem Waldai-Forum eine Brandrede gehalten, die so auch von Vertretern der NPD im Bundestag oder im europäischen Parlament gehalten werden könnte. In dieser Grundsatzrede ging es ihm um die Bewahrung der russischen Identität vor westlichen Einflüssen. Konkret geißelte er die durch die USA und ihre europäischen Satelliten verkörperte Verneinung der eigenen Wurzeln, der christlichen Werte, der grundlegenden moralischen Fundamente, der nationalen, religiösen und kulturellen Basis, er kritisierte in scharfem Ton die Gleichsetzung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe, er machte die groteske Auflösung der geschlechtlichen Identitäten (gender) lächerlich, er geißelte die Exzesse politischer Korrektheit, er verwahrte sich gegen die Propagierung der Pädophilie, der Abschaffung traditioneller christlicher Feiertage, weil andere Religionsgemeinschaften und Minderheiten daran Anstoß nehmen könnten, usw.

Und er erklärte den Vertretern dieser Verirrungen den geistigen, moralischen und materiellen Widerstand, denn die westliche Welt versuche diesen Irrsinn anderen Staaten auch noch mit Gewalt, durch Kriege also, aufzuzwingen. Er stellte fest, daß in diesem amerikanischen, unipolaren System kein Platz für nationale und souveräne Staaten mehr existiere. Und als wollte er Deutschland die Hand reichen, griff er auf das Versailler Diktat zurück, stellte dessen Unrechtscharakter und die damit auf Jahrzehnte festgelegte Versklavung Deutschlands heraus und kam zu dem Schluß, daß Deutschland auf anderen Wegen (also ohne einen Krieg) diese Ketten nicht zerreißen konnte. Deutlicher kann man vor einem nach Tausenden zählenden Publikum nicht werden.

Und Putin redet nicht nur. Im Frühsommer startete er eine staatliche Kampagne gegen die von westlichen Staaten indirekt geförderte Verbreitung homosexueller Propaganda in Rußland. In Petersburg und Moskau ließ er riesige, zweigeteilte Plakate aufhängen, in deren oberen Hälfte man eine schrill kostümierte Tuntenparade sehen konnte, auf der grell geschminkte Schwule sich in aller Öffentlichkeit mit Zungenküssen malträtierten. In der unteren Hälfte sah man eine Parade von stolzgeschwellten Marineinfanteristen mit Kalaschnikows in den Händen. Und in der Mitte stand die Frage: „Bei welcher Parade soll dein Sohn mitmarschieren?“

Wir Deutsche lesen daraus eine andere Frage: „Wer ist unser natürlicher Bündnispartner: die USA oder Putins Rußland?“ Beide Fragen sind übrigens eindeutig zu beantworten.

Dr. Olaf Rose